Homepage Baukasten – Online-Tool für Web-Baumeister

Ein Homepage-Baukasten ist ein Content Management System (CMS), das auf Basis von SaaS (Software as a Service) angeboten wird. Das Produkt richtet sich hauptsächlich an Anwender mit keinen oder geringen Programmierkenntnissen, die dennoch ihr Projekt in Form einer Webseite realisieren möchten. In den gängigen Produkten können Webinhalte quasi von unterwegs angepasst werden, bei einigen Anbietern wie bspw. Wix.com lassen sich die Inhalte sogar in einer mobilen App anpassen.

Homepage-Baukästen sind meist in 3-5 verschiedenen Tarif-Stufen eingeteilt, jeweils mit Laufzeiten von 1 Monat bis 24 Monaten. Die Preisspanne richtet sich nach dem Leistungsumfang und der Laufzeit: Je mehr Leistung und je kürzer die Laufzeit, desto teurer ist das Produkt.

 

Homepage-Baukasten Vergleich 2019 

 

DF
19,99
Tarif "Online-Shop"
Kostenlose Domain
Unlimierter Speicherplatz
Unlimitierte Bandbreite
Werbefrei
Unlimitierte E-Mail-Postfächer
Statistiken inklusive
E-Mail- und Telefon-Support
1 Monat Laufzeit
Weiter
1und1 IONOS
22,63
Tarif "Shop"
Kostenlose Domain
Unlimierter Speicherplatz
Unlimitierte Bandbreite
Werbefrei
10 E-Mail-Postfächer verfügbar
Statistiken inklusive
E-Mail- und Telefon-Support
24 Monate Laufzeit
Weiter
Jimdo
35,00
Tarif "Creator Platin"
Kostenlose Domain
Unlimierter Speicherplatz
Unlimitierte Bandbreite
Werbefrei
Unlimitierte E-Mail-Postfächer
Statistiken inklusive
E-Mail- und Telefon-Support
12 Monate Laufzeit
Weiter

 

 

 

Wer einen Blick zurück in die Medien-Landschaft der 1990er Jahre zum Thema Internet wirft, dürfte der einen oder anderen kuriosen Schlagzeile begegnen: „Hat das Internet überhaupt Zukunft?“ – „Braucht mein Unternehmen überhaupt eine Homepage?“ Heute neigt man leicht dazu, vom hohen Roß der Gegenwart, auf diese einfältigen Kommentare über die Zukunft des Internets mit einem Lächeln zu reagieren. Die Autoren Kenneth E. Clow und Donald Baack teilen die Entwicklung des World Wide Webs in vier Iterationsstufen auf, um allen signifikanten technischen Änderungen Rechnung zu tragen:

Web 1.0 (ca. bis Ende der 1990er Jahre):

  • Statischer Content der vom Seitenbetreiber auf eine Homepage hochgeladen wird

  • Homepages werden überwiegend von von öffentlichen und nicht-öffentliche Stellen (bspw. Unternehmen) betrieben

  • Im Vergleich zu heute ist der Fokus sehr stark kommerzieller und technischer Natur

Web 2.0 (ca. Jahrtausendwechsel, frühe 2000er Jahre)

  • Inhalt ist verstärkt auf soziale Interaktionen fokussiert und wird vermehrt von Usern generiert

Web 3.0 (ca. späte 2000er Jahre, frühe 2010er Jahre)

  • Content orientiert sich an Online-Metriken und wird weniger statisch

  • Integration von Content und Kommunikation mit dem Kunden (deutlich mehr User generated Content)

  • Kommunikation in Echtzeit

Web 4.0 (Seit Mitte der 2010er Jahre)

  • Stärkere Einbeziehung der Seitenbesucher/Kunden

  • Verstärkte Anwendung von Cloud-Systemen

  • Web-Partizipierung eine Notwendigkeit

Zeitliche Entwicklung, Zahl der Endgeräte und Internetanschlüsse in Deutschland zwischen 1998 und 2018. Quelle: Statistisches Bundesamt.

Während Das Web 1.0 lediglich aus einem Stapel digitaler Visitenkarten bestand, rückte im Web 2.0, Mitte der 2000er Jahren, die soziale Interaktion, bspw. auf Plattformen wie Facebook, stärker in den Mittelpunkt. Zu Beginn dieser Dekade konnten mittels technischer Weiterentwicklung in der Webentwicklung mehr Daten über User-Verhalten erfasst werden. Neben bereits bekannten Daten wie Zugriffspunkt und IP-Adresse, konnte bspw. die Verweildauer auf einer Webseite sowie das Surfverhalten im Allgemeinen verfolgt werden. Hilfreich hierbei waren und sind teilweise kostenfreie Tools wie etwa Google Analytics.

Diese Entwicklungen führten schließlich zum Web 4.0 bei der die Daten in immer mehr Betrieben vom lokalen Server in die Cloud wandern und die User-Partizipierung, bspw. über soziale Medien wie YouTube, für Unternehmen unverzichtbar geworden sind.

Eines der Tools, das über alle vier Generationen hinweg seine Bedeutung nicht eingebüßt hat, ist der Homepage-Baukasten. Was früher kostenlose Anbieter wie Geocities oder Microsoft FrontPage abbildeten, wurde später etwa über den 1und1 Homepage Baukasten fortgesetzt. Heute realisieren mehrere Millionen weltweit hauptsächlich über die Marktführer Squarespace, Weebly und Wix.com ihre Webseiten.

Das Grundprinzip ist über die Jahrzehnte hinweg im Kern gleich geblieben: Statt sich mühsam Programmierkenntnisse anzueignen, loggen sich Nutzer in eine Oberfläche ein um ihre Webseite mittels Drag-und-Drop-Prinzip selbst zu gestalten. Neben der Tatsache dass kaum Vorkenntnisse in der Webentwicklung gebraucht werden, sind das Hosting und die damit verbundenen Kosten ein wichtiger Faktor, aber auch die Tatsache, dass der Domainname heutzutage relativ einfach hinzugefügt werden kann, schlagende Argumente für die Gestaltung der Webpräsenz mittels Homepage-Baukasten.

homepagebaukasten.com beleuchtet die Entwicklung des Homepagebaukastens und die damit verbundenen Vor- und Nachteile, Risiken und zeigt potenzielle Verbesserungen verbunden mit einem Ausblick auf die Zukunft auf. Die Seite bietet zudem eine Vielzahl an Informationen und wissenswerte Links über die sich Konsumenten, Unternehmer und Geschäftsführer über einzelne Anbieter informieren können.

Homepage Baukasten – wichtige Begriffe 

Obwohl die gängigen Homepage-Baukasten von den hohen technischen Anforderungen und dem Vokabular der Web-Programmierung befreit wurden, gibt es eine Reihe von Begriffen, die dem interessierten Homepage-Bastler geläufig sein sollten um einen Homepage-Baukasten kompetent und zeitsparend zu bedienen. Homepagebaukasten stellte diese Begriffe alphabetisch vor:

CMS (Content Management System)

Bei einem CMS handelt es sich um eine vorinstallierte Software, die es Nutzern erlaubt, online die Inhalte einer Webseite, bspw. durch das Hinzufügen von Bildern, Videos und Texten zu verändern, ohne dass hierzu Programmier-Kenntnisse (z.B. HTML, CSS, PHP) erforderlich sind. Bei Homepage-Baukästen handelt es sich meistens um eigens entwickelte CMS, diese Systeme sind auf die Anforderungen der Zielgruppe ausgerichtet und sind meistens nicht auf externe Server transferierbar. Das weltweit bekannteste und am meisten verbreitete CMS ist die kostenlose Software WordPress.

Domain

Eine Domain ist eine Web-Adresse, www.beispiel.com, die registriert oder gekauft werden kann. Bereits registrierte Domains werden von sogenannten Domain-Broker zum Kauf angeboten. Heutzutage geht der Trend zu kurzen Domains mit einer prägnanten URL.

Homepage/Webseite:

.com, .net und .de sind die weltweit beliebtesten Domain-Endungen
.com, .net und .de sind die weltweit beliebtesten Domain-Endungen

Eine Homepage/Webseite ist eine online aufrufbare Präsenz, die meist über eine Person, eine Behörde, ein Projekt oder über eine andere Entität informiert. Es erfüllt in erster Linie die Aufgabe, die Zielgruppe und andere Interessenten über das Projekt zu informieren, erlaubt im Idealfall auch soziale Interaktion zwischen Betreiber der Seite und den Seitenbesuchern, angefangen von der elektronischen Kontaktaufnahme per E-Mail bis hin zur Kommunikation über soziale Medien wie Facebook oder Instagram.

Hosting:

Hosting beschreibt den Prozess der Domainverwaltung sowie ggf. dessen Webinhalt. Zu den bekannten in Deutschland Hostern zählen 1und1 IONOS, Domainfactory und All Inkl. Die meisten Website-Baukästen werden bei dem jeweiligen Hoster verwaltet. Der Vorzug eines Homepage-Baukastens ist das der Nutzer das Hosting für die Domain nicht zusätzlich bezahlen muss.

Plugin:

Bei einem Plugin handelt es sich um eine Erweiterung für die eine Webseite. Während bei einer klassischen Webseite die Erweiterung in der Regel vom Entwickler mittels HTML- oder PHP-Code programmiert wird, gibt es beim Homepagebaukasten meist eine Reihe bestehender Plugins, die bspw. die Integration eines Kontaktformulars oder eines Besucherzählers in eine bestehende Webseite erlaubt.

Slider:

Ein Slider ist eine Ansammlung von Bildern die im Kopfbereich der Webseite (Header) abwechselnd angezeigt werden. Der Slider sorgt für einen dynamischeren Eindruck der Webseite, gerade im Vergleich zu einem statischen Headerbild, führt jedoch im Vergleich dazu zu deutlich längeren Ladezeiten und – je nach Qualität des Templates – zu Kompatibilitätsproblemen auf einigen mobilen Endgeräten.

E-Commerce:

E-Commerce ist im Grunde nichts anderes als der Oberbegriff für einen Online-Shop. Der weltweit größte Online-Shop ist Amazon. Mittlerweile gibt es jedoch immer mehr Händler die ihre Produkte nicht (nur) im klassischen Ladengeschäft sondern auch online an den Mann bringen. Bei einem Homepage-Baukasten lassen sich flexibel E-Commerce-Module hinzufügen (meist gegen Aufpreis), sodass Waren mittels der gängigen Zahlungsmittel (Visa, Mastercard, PayPal) im eigenen Online-Shop gekauft werden können.

YouTube-Video

YouTube ist das mit Abstand größte Videoportal im Internet dessen kulturelle und kommerzielle Auswirkungen schon mit der Entwicklung des Buchdrucks verglichen wurden. YouTube ist insofern Relevant für die eigene Webseite, als dass sie sich dazu eignet, die eigenen Videos auf die Seite einzubetten. Dies funktioniert meist ganz einfach mit einem Link, der im Baukasten-Editor platziert werden kann.

Responsiveness

Eine akkurate Anzeige auf allen Endgeräten ist heute Standard im Web Design.
Eine akkurate Anzeige auf allen Endgeräten ist heute Standard im Web Design.

Responsiveness bezeichnet im Web-Kontext die Optimierung für mobile Endgeräte. Während in den ersten Jahren des Smartphones bestehende Webseiten mit Daumen und Zeigefinger aufgezoomt werden mussten um Texte und Bilder zu erkennen, sind aktuelle Webseiten heutzutage grafisch so aufgearbeitet, dass die Inhalte sofort nach Abrufen der Seite auf dem Smartphone mühelos zu erkennen sind. Die meisten Homepage-Baukasten bieten mittlerweile ausschließlich responsive Templates an. Übrigens: Um am PC oder Laptop zu überprüfen ob eine Seite responsive ist, sollte das Browser-Fenster probeweise minimiert und maximiert werden. Verschieben sich die Seitenelemente zu einzelnen Blöcken und ergibt sich ein Mobile Menü, ist die Seite responsive. Wenn bei der Minimierung Teile der Webseite verschwinden oder nicht mehr lesbar sind, ist die Seite nicht responsive.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die Suchmaschinenoptimierung befasst sich mit den Elementen, die auf einer Webseite angepasst werden müssen, damit die Seite in Suchmaschinen unter den gewünschten Begriffen möglichst weit in den Suchergebnissen der Suchmaschinen stehen. Die meisten Vorlagen in Homepagebaukasten sind mit den wichtigsten Funktionen (Seitentitel, Metatext, Keywords) ausgestattet, sodass für eine Grundoptimierung keine vertieften Erkenntnisse erforderlich sind. Da es sich bei SEO jedoch um ein weites Feld handelt, sind für eine effektive Optimierung, gerade bei Begriffen die hart umkämpft sind (etwa im Finanz- und Versicherungsbereich), vertiefte Kenntnisse erforderlich. 

Gute Suchmaschinenoptimierung (SEO) setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, die in einem guten Homepage Baukasten unterstützt werden.
Gute Suchmaschinenoptimierung (SEO) setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, die in einem guten Homepage Baukasten unterstützt werden.

Template

Ein Template ist eine Grafik-Vorlage für eine Webseite. Homepage-Baukästen verfügen meist über eine Vielzahl von Templates für unterschiedliche Verwendungszwecke und Branchen. Business-Templates sind bspw. eher schlank und schlicht gestaltet, während eine Template für ein Koch- und Mode-Blog eher mit Serifen-Schriftarten ausgestaltet wäre. Ein guter Anbieter für Homepage-Baukästen passt sich Zeit und Trends an und fügt regelmäßig neue Templates hinzu.

Homepage Baukasten – Technische Entwicklung

Bis weit in die 1990er Jahre hatte das Internet einen kaum nennenswerten Status. Mit dem Vorläufer Arpanet entstand in den späten 1960er Jahren die erste Netzwerkverbindung, die man nur entfernt mit dem heutigen World Wide Web vergleichen kann. Während heute eine Vernetzung Nationen- und Geräte-übergreifend erfolgt, diente das Arpanet ausschließich dazu, Unternehmen und Bildungseinrichtungen in den USA zu vernetzen. 1990 beschloss die National Science Foundation eine kommerzielle Nutzbarkeit des Internets zu ermöglichen. In den 90er Jahren explodierte schließlich der Browser-Markt mit Netscape, Opera und dem Internet Explorer.

In den 1990er Jahren schien der technischen Weiterentwicklung keine Grenzen gesetzt zu sein – vorausgesetzt man beherrschte eine textbasierte Auszeichnungssprache wie etwa HTML. Für diejenigen mit einfachen Programmiererkenntnissen ermöglichte GeoCities ab 1994 ein Webhosting-Paket mit 15 MB Speicherplatz und einem einfachen Web-Editor für HTML. Der HTML-Text konnte entweder im Browser-Fenster eingegeben oder über

einen FTP-Zugang auf die Seite geladen werden. Die Inhalte waren – je nach Kenntnisse – mehr oder weniger repräsentativ, für heutige Verhältnisse jedoch geradezu trivial in ihrem Aufbau. Das kostenlose Angebot wurde durch einen Besucherzähler und, ab 1997, mit einer Werbefläche abgerundet. 2009 in den USA eingestellt, existiert GeoCities in seiner ursprünglichen Form heute nur noch auf dem japanischen Markt.

Einer der bekanntesten Anbieter auf dem deutschen Markt war ohne Zweifel der von David Finkenstädt entwickelte Homepage-Baukasten Beepworld. In einer geradezu anarchischen Welt in der Breitband-DSL, Urheberrechte und Impressum für die meisten kaum mehr als weit entfernte Zukunftsmusik bedeutete, wurden über wenige Jahre zehntausende Seiten über die Plattform beepworld betrieben – teilweise

Heute belächelt, damals der Gold Standard der Homepage Baukasten: Eine Geocities Fanpage.
Heute belächelt, damals der Gold Standard der Homepage Baukasten: Eine Geocities Fanpage.

mit fragwürdigen Animationen, der mittlerweile weitgehend ungeliebten Comic Sans Schrift und fröhlicher Musik. Im Gegensatz zu vielen anderen Web-Unternehmen aus der damaligen Zeit, hat sich Beepworld bis zum heutigen Tag gehalten, wenn auch in einem zeitlich angepassten Auftritt.

Der Unterschied zwischen Beepworld und Geocities war die Tatsache, dass für Beepworld keine erweiterten Kenntnisse in der Webentwicklung benötigt wurden. Während bei Geocities der Upload von HTML-Code erforderlich war, stellte Beepworld einen Editor zur Verfügung, der – wenn auch ganz entfernt – schon an die Aufmachung der heutigen Internet-Baukästen erinnert. Schriften, Hintergründe konnten wurden individuell vom User gestaltet, dazu konnten Fotos hochgeladen und Effekte, wie beispielsweise der berühmt-berüchtigte Mauszeiger mit Spur eingefügt werden.

Neben den größten Online-Baukästen brachte Microsoft mit der Office-Anwendung Front Page den ersten populären Desktop-basierten Baukasten auf den Markt. Eine ständige Verbindung mit dem Internet war zur Gestaltung der Homepage nicht notwendig – in Zeiten von dünnem Breitband-Ausbau und einer Minuten-Abrechnung über die Telefonleitung für viele Internetnutzer ein Segen. Die fertige Seite konnte nach Abschluss der Arbeiten über einen Server auf die Webseite hochgeladen werden.

Neben den eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten hatten die meisten Homepage-Baukasten mehrere signifikante Nachteile: Die meisten Anbieter ließen sich das kostenlose Angebot mit der Einblendung von Werbebannern bezahlen, Seitenbetreiber hatten dabei keinen Einfluss was in diesen Bannern beworben wurde. Ebenso ärglich war die fehlende Möglichkeit die eigene Domain für das Projekt zu nutzen. So musste man sich etwa bei beepworld.de mit einer Subdomain begnügen, die auf beispiel.beepworld.de lautete.

Letztendlich dürfte jedoch die mangelnde Individualität und die Austauschbarkeit der Templates entscheidend für den Niedergang der meisten Online- und Offline-Baukästen der 1990er Jahre verantwortlich gewesen sein. Nach mehreren Jahren war es einem geübten Laien möglich, eine Beepworld-Seite oder eine MS Front Page Seite auf den ersten Blick zu identifizieren.

Ein klassischen Dashboard eines Homepage Baukastens auf dem Smartphone.
Ein klassischen Dashboard eines Homepage Baukastens auf dem Smartphone.

Individualität und Unverwechselbarkeit – zwei Adjektive die im frühen 20. Jahrhundert mit Aufkommen der sozialen Medien enorm an Bedeutung gewannen – waren mit den Produkten der ersten Generation Baukasten kaum mehr gegeben. 

Mitte der 2000er Jahre konnten sich 1und1 und STRATO mit ihren Homepagebaukästen eine marktführende Position in Deutschland sichern. Der Vorteil bei diesen beiden deutschen Hosting-Riesen ist offensichtlich: Neben dem Homepage-Baukasten konnte auch die Domain auf dem Server platziert werden, das Hosting einer eigenen Domain war somit technisch deutlich unkomplizierter, das Teilen einer Fremd-Domain in Form einer Subdomain mit einem anderen Anbieter war nun nicht mehr erforderlich.

Ausschlaggebend für den Erfolg war hier die deutlich größere Anzahl an Templates, Grafiken, Gestaltungsoptionen, Plugins und erweiterte Funktionen wie etwa eine Anpassung der Sprache. Zudem wurde durch den stetigen Breitband-Ausbau der Upload immer größerer Datenmengen

möglich. Diese mussten in einer technisch einwandfreien Umgebung dargestellt werden, eine Anforderung welche die klassischen Baukästen der 1990er Jahre vor immer größere Schwierigkeiten stellte.

Zu den Marktführern im deutschprachigen Raum gehören heutzutage Jimdo, Wix.com und der Baukasten von 1und1 IONOS. Während die Systeme technisch immer komplexer wurden, hat die Anzahl der branchenspezifischen Internetbaukästen deutlich zugenommen. Die Funktionalität, Usability und die grafische Aufmachung ist in diesen Produkten auf die jeweilige Branche zugeschnitten. Gleichzeitig hat die Zahl der Offline-Baukästen auf Grund der einfachen Handhabung von Web-Lösungen deutlich abgenommen und ist im deutschsprachigen Raum quasi nicht mehr existent.

Funktionen von Homepage-Baukästen

Homepage-Baukästen haben vielfältige Funktionen, nicht alle werden von allen Nutzern gleichermaßen in Anspruch genommen. Die Nutzung hängt zum einen von der Kompetenz des Benutzers ab, zum anderen von der Branche und dem Zweck der Nutzung. Ein einfacher politischer Blog wirkt seriöser mit einem schlichten Aufbau während ein Modeblog ohne ausgefallenes Template eher starr wirkt. Ein Business-Template für ein Architekturbüro oder etwa eine Agentur muss ausgefallener wirken als das Design für eine Rechtsanwaltskanzlei.

Im Folgenden geben wir einen kleinen Überblick über die wichtigsten Funktionen eines Homepage-Baukastens.

Während sich das Baukasten-Angebot in den 90er Jahren stark auf den Privatbereich fokussierte, ermöglicht der Homepage-Baukasten im Jahr 2019 auf Grund des Template- und Funktionsumfang auch eine Nutzung im professionellen Business-Bereich, angefangen bei Kleinstunternehmen bis hin zum Mittelbetrieb und Großkonzern.

Design Templates und die richtige Auswahl

Der erste Eindruck ist alles. So geht es auch den meisten Webseiten-Besuchern. Im Zuge technischer Entwicklungen sind die Ansprüche an Funktionalität, Geschwindigkeit, und Layout einer Webseite deutlich gestiegen. Diesem Anspruch werden die größten Homepage-Baukasten-Anbieter gerecht, in dem sie teilweise mehrere tausend Templates anbieten.

Es klingt wie ein Klischee, aber das richtige Template ist das A und O auf einer Webseite und das falsche Template kann möglicherweise völlig falsche Erwartungen hervorrufen, die sich so auch in der Realität wiederfinden. Wer beispielsweise in einen Handwerksbetrieb geht hat nicht unbedingt die Erwartung, dass auf dem Tresen und auf den Regalen zahlreiche Blumenvasen stehen. So sollte der Betreiber einer Seite das Template den Erwartungen anpassen.

Template-Auswahl beim Baukasten von 1und1 IONOS: Die Vorlagen sind meist nach Branche sortiert.
Template-Auswahl beim Baukasten von 1und1 IONOS: Die Vorlagen sind meist nach Branche sortiert.

Der Vorteil: Ein schlechtes Template lässt sich in einem Baukasten einfach austauschen, da hier bspw. nicht die Mediadaten wie Videos, Bilder oder der Text neu eingefügt werden müssen. Man stelle sich einen Bilderrahmen vor, bei dem lediglich das Bild herausgelöst und in einen anderen Rahmen eingefügt wird.

Bei der Auswahl der Templates sind neben stilistischer Aspekte auch die technischen Funktionen von Relevanz. Der wichtigste Aspekt ist hierbei die Optimierung für mobile Endgeräte (Responsiveness). Wer einen technischen Background hat, sollte zudem darauf achten, dass der Code der Templates bis zu einem gewissen Grad verändert werden kann (völlige technische Freiheit wie bei einem CMS oder einer PHP oder HTML-Seite sollte man jedoch bei keinem Anbieter erwarten).

Bilder und Bilddatenbanken

Ein gutes Argument für einen Homepagebaukasten liegt wohl an der angeschlossenen Bilddatenbank. Jeder der schon einmal eine Webseite verwaltet hat, ist sich des Problems des Urheberrechts bei Bilddateien bewusst. Selbst das Nutzen von Bildern aus großen Datenbanken wie etwa Fotolia oder Shutterstock sichert den Betreiber nicht vor Abmahnungen, da man von der korrekten Kennzeichnung der Fotos nicht befreit ist. 

Diese Aufgabe übernimmt bei einem Homepage-Baukasten letztlich der Anbieter. Die zusätzliche Kennzeichnung über die Urheberrechte ist entweder nicht erforderlich oder wird vom Anbieter selbst übernommen. Dieser Vorteil gilt selbstredend nicht für extern hochgeladene Fotos, die zwar genutzt werden können, hier haftet jedoch im Zweifelsfall der Nutzer der Webseite bzw. die Person / das Unternehmen, das im Impressum aufgeführt ist.

Meta-Text, Keywords und co.

Eine gute Webseite ist nur so gut wie ihre Auffindbarkeit unter wichtigen Schlüsselbegriffen, die für das eigene Projekt bzw. das eigene Unternehmen relevant sind. Ein Kfz Mechaniker aus Hamburg würde lieber unter dem Begriff Kfz Werkstatt Hamburg statt unter Kfz Werkstatt München gefunden werden. Bei einem überregionalen Anbieter wie etwa einem Anbieter für Homepagebaukästen, ist die regionale Relevanz nicht so wichtig, dafür ist die bundesweite Konkurrenz auf Grund der Masse deutlich größer.

Google gibt an Seitenbetreiber ein Mindestmaß an technischen Anforderungen vor, um unter sinnvollen und relevanten Begriffen möglichst weit vorne zu landen. Natürlich wird jede Webseite indexiert, sofern der Entwickler Google nicht mittels HTML-Tag oder ähnlichem

Der heilige Gral vieler SEO-Optimierer: Ein Entwurf der Formel zur Berechnung des Google Page Ranks, der die Seitenqualität klassifiziert.
Der heilige Gral vieler SEO-Optimierer: Ein Entwurf der Formel zur Berechnung des Google Page Ranks, der die Seitenqualität klassifiziert.

davon abhält. Suchmaschinenoptimierung macht jedoch den entscheidenden Unterschied bei der Frage nach der Positionierung in den Suchergebnissen.

Damit Google eine Webseite möglichst weit vorne platziert, sollte die Seite dem Internetnutzer eine kurzweilige und interessante Erfahrung bieten. Hier wertet Google in erster Linie die Absprungrate, das bedeutet, wie lange ist die Verweildauer auf der Seite. Um die Verweildauer zu erhöhen liegt es an dem Betreiber der Seite, möglichst interessanten Content zu erstellen, sei es durch Texte, Videos oder Bilder. Texte gelten nach wie vor als der Schlüssel zu einem guten Google Ranking. Natürlich sollten diese Texte möglichst einmalig und unverwechselbar sein, schließlich mag Google keinen kopierten Content.

Abschließend gibt es auf der Webseite einige formelle Dinge die zu berücksichtigen sind. Dazu gehört der Metatext, die Keywords sowie der Seitentitel. Auch die interne Verlinkung kann zu einer hohen Akzeptanz bei Google beitragen.

Glücklicherweise bieten die größten Anbieter von Homepagebaukasten eine Vielzahl von Hilfsmittel und Tipps beim Einfügen von SEO-relevanten Inhalten. Wix.com beispielsweise, bietet dem Kunden einen persönlichen SEO-Plan damit die Webseite möglichst weit vorne in den Suchergebnissen platziert wird. Abschließend muss noch erwähnt werden, dass es hier vor allem auf die Konkurrenz ankommt: Je umkämpfter eine Branche (etwa Finanzen und Versicherungen), desto unwahrscheinlicher ist es, dass man zu Beginn unter den wichtigsten Begriffen, den sogannnten Money-Keywords, vorne mitmischen kann.

Assistenz-Systeme von Homepage-Baukästen

Für diejenigen die es besonders eilig haben, haben einige Anbieter mit Assistenz-Systemen die Schnelllösung im Programm. Exemplarisch sei an dieser Stelle das Programm Artificial Design Intelligence (ADI) von Wix genannt. In einem mehrstufigen Prozess wählt der Nutzer seine Branche aus und vervollständigt einige persönliche Angaben. Anschließend können Textbausteine eingefügt, aber auch wesentliche Design-Elemente wie etwa die Farben der Webseite und die Aufteilung der einzelnen Seitenmodule (Menü, Footer, Header, Slider, etc.) festgelegt werden. Im Idealfall ist eine solche Seite innerhalb von maximal fünf Minuten online.

Hard Coding mit Homepage Baukästen

Der finanzielle Erfolg von Homepage-Baukasten speist hauptsächlich sich aus den mangelnden Programmier-Kenntnissen der Hauptzielgruppe. Für diejenigen, die jedoch Inhalte im Code verändern möchten, ist die mangelnde Flexibilität die vorgefertigte Module und Templates mit sich bringen, oft ein großes Ärgernis. 

HTML und komplexe Code-Zeilen - beim Homepage-Baukasten nur für tiefgreifenden Änderungswünschen erforderlich.
HTML und komplexe Code-Zeilen – beim Homepage-Baukasten nur für tiefgreifenden Änderungswünschen erforderlich und nur in Premium-Tarifen umsetzbar.

Je nach Anbieter haben Webentwickler beim sogenannten Hard Coding unterschiedliche Freiheiten. Bei Wix.com und dem 1und1 Baukasten können Nutzer einen Editor verwenden und dort selbstgebauten Code hochladen. Natürlich gibt es aber auch hier Grenzen und meistens orientiert sich die Flexibilität des Codes an dem Preis des Pakets. Kostenlose Pakete sind meist wenig flexibel, oftmals sogar verbunden mit einer Subdomain (wie z.B. bei Jimdo), die Premium-Pakete dagegen, erlauben mehr kreative Freiheiten was die Gestaltung der Inhalte über die Design-Oberfläche hinaus angeht. An dieser Stelle sei jedoch noch einmal betont, dass Homepage-Baukasten nicht für Kreativ-Freigeister geeignet sind – der praktische Nutzen steht hier ganz klar vor den gestalterischen Entfaltungsmöglichkeiten.

Webseite refinanzieren: Homepage-Baukasten mit Online-Shop Feature 

Wer Samstag morgens in die deutschen Innenstädte geht, wird nicht das Gefühl haben, dass der Einzelhandel ausstirbt. Trotzdem macht das Internetgeschäft mehr als 20% der gesamten Handelsumsätze aus, immer mehr Webseitenbetreiber nehmen diesen Trend mit und erstellen ihre Webseite um entweder ihre stationär gehaltenen Produkte auch online zu verkaufen oder mittels Dropshipping-Vereinbarungen Produkte online zu verkaufen. Die hohe Nachfrage nach einer schlanken Shop-Lösung haben auch Betreiber von Web-Baukästen für sich entdeckt.

Jimdo bietet das Modul ECOMMERCE für 19,00 EUR im Monat in der jährlichen Abrechnung an. Die Seiten sind bereits so optimiert, dass der Betreiber von einer maximalen Conversion profitieren kann – vorausgesetzt die Inhalte sind auf die entsprechenden Zielgruppen ausgerichtet. Für den Content ist der Seitenbetreiber natürlich auch verantwortlich. Erschwerend kommt hinzu, sollten sich branchenspezifische Unterschiede und neue Trends ergeben, kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Betreiber diese Änderung im Template realisiert.

Beispiel-Seite von einem JIMDO-Online-Shop. Die Templates sind vorgefertigt und auf optimale Conversion entwickelt.
Beispiel-Seite von einem Jimdo-Online-Shop. Die Templates sind vorgefertigt und auf optimale Conversion entwickelt.

Die technischen Möglichkeiten erstrecken sich auf die Einbindung der gängigen Zahlungarten (bspw. Kreditkarte und PayPal) sowie die Versandabwicklung. Die wichtigsten SEO-Funktionen sind in den meisten Shops schon vorab aktiviert, ebenso wie die Optimierung für mobile Endgeräte. Im Back-End findet sich zudem eine Bestellübersicht, die wahlweise auch per E-Mail oder Push-Nachricht auf’s Handy bestellt werden kann.

Die Shop-Funktion dürfte 80% aller Anforderungen erfüllen und für den größten Teil aller Shop-Betreiber genügen. Gerade bei Branchen die starken Trends unterliegen (bspw. Kosmetik, Mode) ist ein individuell entwickelter Shop möglicherweise die bessere Wahl, da Branchenspezifika nicht immer in die Templates und die Usability der Module mit einfließen. Berücksichtigt man jedoch die Tatsache, dass die meisten großen Agenturen 50.000,00 EUR aufwärts für einen Online-Shop ausrechnen, ist die entsprechende Erweiterung für den Homepage-Baukasten eine günstigere Alternative.

Individuelle Erweiterungen – Plugins für mehr gestalterische Tiefe

Eine einfache Webseite mit Text, Videos und Fotos mag auf den ersten Blick begeistern und erfüllt sicherlich den Zweck von weit über 80% aller Webseiten-Betreiber. Wer jedoch bei CMS‘ wie etwa WordPress oder Joomla mehr haben möchte, muss entweder zusätzlich etwas programmieren oder installiert ein Plugin. Dieses Plugin erweitert die Funktionalität einer Webseite, bspw. kann mittels Plugin ein Kontaktformular eingefügt werden oder die Seite mit einer Erweiterung vor Spam geschützt werden.

Bei einem Homepage-Baukasten werden diese Zusatzfunktionen meist nicht als Plugins bezeichnet sondern lediglich als Erweiterungen. Wer bspw. eine der oben erwähnten Assistenz-Systeme nutzt, bekommt sinnvolle Erweiterungen bereits vorgeschlagen. Wer jedoch eine Webseite mittels Homepage Baukasten von Grund auf entwickelt, muss sich selbst entscheiden welche weiteren Funktionen Sinn ergeben. Um beim Beispiel Kontaktformular zu bleiben: Wer häufig mit seinen Kunden in Kontakt steht und die Webseite in erster Linie als Akquise-Tool verwendet, sollte ein Kontaktformular einbauen. Für Firmen, die ein Ladengeschäft betreiben oder etwa in einer Arzt-Praxis, wo Kunden sich ausschließlich telefonisch melden sollen, ergibt die Installation eines Kontaktformulars wiederum wenig Sinn.

Die passende Preisstufe für das eigene Projekt

In den letzten Jahrzehnten ist es immer selbstverständlicher geworden etwas im Internet umsonst zu bekommen. Während immer mehr Anbieter einen Teil ihres Contents hinter einer Pay Wall verbergen, gibt es Unternehmen die bspw. im Gegenzug zu kostenlosen Leistungen, die Kontaktdaten ihrer Kunden abfragen und weiterverwenden.

Eine ähnliche Preisstruktur gibt es auch bei den Homepagebaukasten, wobei Jimdo der derzeit einzige große Anbieter ist, der eine durchweg kostenlose Webseite anbietet. Bei den meisten Anbieter gibt es ein drei- bis fünfstufiges Preismodell. Bei Jimdo erhält der Kunde im Free-Paket eine Seite die sich für kleinere Projekte eignet, da hier keine eigene Domain enthalten ist. JimdoPro richtet sich an kleine Gewerbetreibende ohne Online-Shop, die jedoch trotzdem eine werbefreie Oberfläche bevorzugen. Mit JimdoBusiness lässt sich ein einfacher Webshop-Integrieren, mit JimdoShop können sämtliche gängigen Zahlungsmöglichkeiten integriert werden. Das teuerste Modell gibt es mit JimdoPlatin für 35,00 EUR. Das Besondere ist hier die Nutzung der SEO-Software Feedback vom Jimdo-Designer-Team.

Tarif-Stufen beim STRATO Homepage-Baukasten (Stand Februar 2019)
Tarif-Stufen beim STRATO Homepage-Baukasten (Stand Februar 2019)

Die Konkurrenz aus Montabaur teilt sein Preismodell in drei Stufen ein: Bei 1und1 IONOS erhält der Kunde im Tarif Essential den Homepage-Editor mit Design-Vorlagen sowie Text- und Bildvorschlägen, die zum Thema der Webseite passen. Abgerundet wird der Tarif mit einer kostenlosen Domain und einem E-Mail-Postfach sowie Social-Media-Funktionen. Im Business-Modell erhält der Nutzer zusätzlich 5 E-Mail-Postfächer, Business Web Apps sowie die Funktion der Mehrsprachigkeit. Das teuerste Paket zeichnet sich durch Besucher-Targeting, SEO-Tutorials sowie einem E-Mail-Marketing-Tool aus.

Die Wahl des falschen Tarifs kann – je nach Konditionen – teuer werden, schließlich arbeiten die meisten Anbieter mit mehrjährigen Verträgen. Bezüglich Auf- und Abstieg in den Tarifen gilt meist dasselbe Prinzip wie bei anderen Dienstleistungen: Das Upgrade auf einen höheren Tarif geht immer problemlos, Herabstufung auf einen günstigeres Paket ist nicht so einfach möglich. Daher lohnt es sich die Konditionen genau anzusehen und bspw. vergleichbare Projekte aus derselben oder ähnlichen Branche unter die Lupe zu nehmen und zu analysieren welche Konditionen für ein vergleichbares Projekt notwendig sind.

E-Mail und Werbebanner – kleine Funktionen mit großen Auswirkungen

Die meisten Anbieter von Homepagebaukasten bieten bereits im günstigsten Modell eine E-Mail-Adresse an. Eine einzige Adresse genügt mir, wird sich vermutlich der Einzelunternehmer sagen, der nicht absehen kann, dass sich sein Geschäft möglicherweise in einen fünf- bis sechsstelligen Umsatzbereich entwickelt, der weitere E-Mail-Adressen erforderlich macht. Das Upgrade auf das höhere Modell ist – wie oben bereits erwähnt – meist problemlos durchführbar. 

Tipp: Wenn mehrere E-Mail-Konten benötigt werden, die E-Mails jedoch von einer Person gelesen und bearbeitet werden bzw. mehrere Personen alle E-Mails lesen können, empfiehlt sich die Einrichtung eines Catch-all E-Mail-Kontos. So können mehrere E-Mail-Adressen angegeben werden, die jeweiligen E-Mails landen jedoch immer gebündelt im selben Postfach.

Auch die Verwendung eines Werbebanners sollte sich der Seitenbetreiber gut überlegen. Bei kleineren Projekten, bspw. Bei Non-Profit-Projekten oder der Vereinswebseite mag das Erscheinen von Werbebannern keine große Relevanz zu haben, bei der Business-Webseite macht diese Art der Werbung jedoch einen unprofessionellen Eindruck, insbesondere dann wenn bspw. keine Domain und kein Impressum vorhanden ist.

Vorteile eines Homepage-Baukastens

Die Vorteile eines Homepage-Baukastens können – je nach Zweck – die Nachteile überwiegen. Diesen Aspekt kann man nicht oft genug betonen, denn während seinem Blogger eine eigene Domain nicht so wichtig ist, gehört die eigene URL für ein mittelgroßen Betrieb zum Marketing um einen professionellen Eindruck zu gewinnen.

Keine (erweiterten) Programmier-Kenntnisse notwendig

Mit diesem Claim arbeiten Anbieter von Homepage-Baukästen schon seit Jahren und es ist für Laien das Argument schlechthin. Auch wenn die Anzahl der Entwickler und die Einschreibungen in den entsprechenden Studiengängen zugenommen hat, haben die meisten Internetnutzer nur eine Grundahnung davon wie HTML, PHP und CSS funktionieren.

Aus diesem Grund ist dieses Argument tatsächlich eines der entscheidendsten, gerade auch für Klein- und Mittelbetriebe: Eine Arbeitskraft einzustellen oder sogar einen Entwickler zu bezahlen kostet Gehalt und Lohnkosten – die Kosten für ein Premium-Paket einer Webseite, das fast so flexibel ist, fällt dagegen kaum ins Gewicht.

In der Zwischenüberschrift klammern wir das Wort „erweitert“ ein, schließlich gibt es Erweiterungen in Homepagebaukästen, die man nicht auf die Schnelle gestalten kann und für die bspw. der Upload eines komplexeren HTML-Codes erforderlich ist. Wer sich jedoch bei den Anbietern für ein Premium-Modell entscheidet, profitiert von einem Zusatz-Service, der einen Entwickler-Support erlaubt.

Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass bei einem durchschnittlichen Tarif, Programmier-Kenntnisse nicht erforderlich sind um eine ansprechende und alltagstaugliche Webseite zu gestalten.

Hilfe bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) 

Wer eine Seite von Grund auf entwickelt, muss verschiedene Elemente mit einbeziehen, angefangen vom einfachen Code bis hin zum Design und natürlich auch der Suchmaschinenoptimierung. Letztere ist bei den meisten Anbietern bereits inklusive bzw. wird durch Assistenz-Systeme zur Verfügung gestellt.

Dieses System nennt sich bspw. beim STRATO Homepage-Baukasten rankingCoach und erlaubt es dem Nutzer SEO ohne große Agentur-Ausgaben selbst durchzuführen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist dieses Tool eine geeignete Alternative zu hohen Agentur-Ausgaben. Allerdings sollte man hier keinerlei Wunder erwarten: Güter die stark nachgefragt sind, sind teuer. In diesem Fall handelt es sich bei den Gütern um Keywords und die Positionierung der eigenen Seite unter diesen Keywords. Wer bspw. lokal mit einem Schuhgeschäft gut gefunden möchte, dürfte mit dem RankingCoach gute Erfolge erzielen können. Bei überregional stark konkurrierenden Begriffen lohnt sich jedoch die Beauftragung einer seriösen Agentur.

Integriertes Statistik-Tool

Wer seine Daten nicht gerne Google überlässt, dürfte sich an dem Statistik-Tool der Homepage-Baukasten erfreuen, schließlich verzichten die meisten Anbieter vollständig auf Google Analytics und bieten stattdessen ein vorinstalliertes Tool an. Angezeigt werden hierbei – je nach Anbieter – die Basis-Daten wie etwa Besucherzahlen auf der Hauptseite und Unterseite, aber auch komplexere Metriken wie etwa Verweildauer oder die Herkunft der Besucher. Entscheidend ist hierbei die Einwilligung der Verarbeitung der Daten einzuholen, bspw. durch einen Cookie-Hinweis auf der Seite, der vom Nutzer akzeptiert werden muss.

Das Statistik-Tool der meisten Anbieter hat einen nicht ganz so hohen Komplexitätsgrad wie Google Analytics. Andererseits ist es nicht bei jedem Anbieter möglich den Analytics-Code einfach zu integrieren.

Baustein-Prinzip

Einer der offensichtlichsten Vorteile eines Homapage-Baukastens ist die Tatsache, dass die einzelnen Funktionen modular aufgebaut sind. Während bei den meisten Anbietern die Webseite ein Modul darstellt, bildet der Webshop oder etwa der Blog ein zusätzliches Modul das flexibel einem bestehenden Konstrukt hinzugefügt werden kann. So bilden bspw. Webseite und Shop nach außen hin eine Einheit, können aber im Back-End flexibel hinzugefügt oder gekündigt werden.

Das Baustein-Prinzip erstreckt sich jedoch nicht nur auf die Grundeinheiten wie Homepage und Shop sondern bezieht sich auch auf den Aufbau der Webseite selbst. So bilden bei den meisten Homepage Baukasten Header, Footer, Slider und Widgets unterschiedliche Bausteine, die variabel hinzugefügt und gelöscht werden können. Je nach Anbieter und Branche kann dies aber auch ein Nachteil sein: Webseiten können durch diesen Aufbau schematisch wirken, insbesondere wenn ein Anbieter wenige Templates zur Verfügung stellt. Die Webseite könnte so wie ein Massenprodukt aussehen, wo Individualität verloren geht.

Unbegrenzter Speicherplatz

Bei den größeren Anbietern und bei höchpreisigen Tarifen können sich Nutzer über unbegrenzten Speicherplatz freuen, der den Upload von großen Datenmengen wie etwa hochauflösenden Videos ermöglicht. Hier kommt es jedoch hauptsächlich auf das Projekt an: Soll eine Firmenwebseite eines Steuerberaters erstellt werden? Hier kann man davon ausgehen, dass nur wenig Speicherplatz benötigt wird. Wird im Gegensatz dazu etwa ein Reiseblog erstellt, möchte man genügend Platz haben um beispielsweise Videos hochzuladen.

Beim Speicherplatz empfiehlt sich nicht nur die Kapazität der Webseite bzw. Webshops im Blick zu haben sondern insbesondere die Größe des E-Mail-Postfachs. Diese Information steht bei einigen Anbietern im Kleingedruckten, ist jedoch wesentlich, gerade bei einer Nutzung über mehrere Jahre hinweg, da – auch wenn sich dies gerade ändert – immer noch große Datenmengen per E-Mail versendet werden.

Bei der Erstellung eines Shops mit dem Homepagebaukasten ist die Kapazität der möglichen Produktlistungen entscheidend. Wer lediglich einige stationär verkauften Produkte auch online anbieten möchte, dem wird eine Begrenzung auf 20-30 Produkt genügen, bei Nutzern, die ihren kompletten Warenbestand mittels Schnittstellte auf den Online-Shop übertragen möchten, lohnt sich die Buchung eines Shop-Moduls mit unbegrenzter Kapazität.

Mehrsprachigkeit

Mehrsprachige Module in CMS-Systemen oder Custom designed Webseiten sind oft kompliziert zu integrieren. Wer sein Projekt international und mehrsprachig realisieren möchte, ist hier oft auf Fachentwickler angewiesen, die eine Mehrsprachigkeit in die Webseite integrieren. Bei einem Homepage-Baukasten ist dies – je nach Anbieter und Tarifstufe – vergleichsweise einfach. Während einige Anbieter die Umstellung des Moduls erlauben, bieten einige Anbieter sogar eine Übersetzung für den bereist hochgeladenen deutschsprachigen Text an. Dennoch empfiehlt es sich diesen Text noch einmal zu überprüfen, da die Qualität ungefähr mit der einer Google-Übersetzung vergleichbar ist und daher oft fehlerbehaftet.

Ob sich Mehrsprachigkeit als Vorteil erweist oder nicht, hängt vom Projekt ab. Hier sind Regionalität, Branche sowie Dienstleistung entscheidend: Ein Metzger aus einem hessischen Dorf wird keine Übersetzung seiner deutschsprachigen Seite benötigen, während eine Übersetzung für einen international agierenden Maschinenbau-Betrieb nahezu unentbehrlich erscheint.

Domain, Hosting und Webseite in einer Einheit 

Eine Domain zu registrieren dürfte kein Problem sein. Diese auf den Server umzuziehen, wo mittels FTP der Content hochgeladen wird, stellt für den Laien meist eine größere Herausforderung dar. Bei 1und1 IONOS kann der Nutzer die Domain bei 1und1 IONOS registrieren, die Domain wird zusammen mit dem Homepagebaukasten bei 1und1 IONOS gehostet und die Webseite kann ebenfalls mittels Baukasten erstellt werden, was nicht nur Kosten sondern auch Aufwand erspart, da hier nur ein Dienstleister bezahlt wird.

Je nach Situation wird der Vorteil zum Nachteil: Wenn bspw. eine Webseite down ist, sind weder E-Mail-Postfach, noch Domain erreichbar. Wer alle Elemente auf unterschiedliche Anbieter verteilt, bleibt bei Ausfallzeiten flexibel. Andererseits sind die Downtimes – insbesondere bei 1und1 IONOS – äußerst selten. In der Praxis dürfte dieser mögliche Nachteil also keine Rolle spielen.

Support per E-Mail und Telefon 

Viele Unternehmen stellen bei EDV-Dienstleistungen persönliche Erreichbarkeit an erster Stelle. Bei einem Homepagebaukasten ist der persönliche Support vor Ort wirtschaftich schwer abbildbar und möglicherweise auch nicht erforderlich. Im Premium-Segment bieten Hoster ihren Kunden einen 24 Stunden Support. Beispielsweise bietet 1und1 IONOS seinen Kunden eine eigene Telefonnummer, einen Chat und eine E-Mail-Adresse für technische Fragen und Anliegen.

Andere gehen einen Schritt weiter. Beispielsweise bietet Jimdo in seinem teuersten Modul eine persönliches Feedback-Funktion von Jimdo-Designern an. Nutzer können sich also ein Feedback auf eine entwickelte Seite zukommen lassen. Grafikdesigner lassen den Nutzern anschließend ein Feedback darüber zukommen, wie die Seite gestaltet ist, was noch verbessert werden kann und wie die Seite im Idealzustand aussehen könnte.

Integration komplexer Erweiterungen wie SSL-Zertifikat

Mit einem Homepage-Baukasten können nicht nur Module wie Shops sondern auch andere technische Erweiterungen hinzugefügt werden. Hierzu gehört insbesondere das SSL-Zertifkat, das spätestens seit dem Übergang zur EU-Datenschutzgrundverordnung im Jahr 2018 an Bedeutung gewonnen hat. Während diese Verschlüsselungsmethode etwa beim Online-Banking seit Jahren Standard ist, entscheiden sich immer mehr Webseiten-Anbieter für ein SSL-Zertifikat um durch die bekannte grüne Browser-Leiste ein vertrautes Gefühl beim Besucher zu erzeugen. Darüber hinaus wirkt sich das SSL-Zertifikat und insbesondere das komplexere EV SSL Zertifikat positiv auf das Google-Ranking aus.

Während man bei einem externen Anbieter das Zertifikat bestellen und manuell in die Webseite integrieren muss, wird dieser Service bei Anbietern wie 1und1 IONOS automatisiert in das Backend der Seite hinzugefügt. Darüber hinaus gibt es bei den meisten Anbietern die Möglichkeit, Seiten vor unberechtigten Besucherströmen zu verbergen.

Kein Risiko durch zeitlich begrenzte Testzugänge

Niemand möchte die Katze im Sack kaufen, auch nicht beim Homepage-Baukasten. Um den Funktionsumfang eines Anbieters zu testen, stellen Anbieter wie 1und1 IONOS einen Testzugang für ein Webprojekt zur Verfügung. Dieser Testzugang kann mit einer neu zu registrierenden Domain aber auch ohne Domain genutzt werden. Der Zeitraum ist – je nach Anbieter – auf bis zu 30 Tage begrenzt.

Wer die Webseite über den Testzeitraum hinaus verwenden möchte, muss keine weiteren Schritte einleiten, das Abonnoment läuft über die Testlaufzeit weiter. Wer die Funktionalität nicht weiter nutzen will, sollte das Angebot fristgerecht kündigen. Beim Austesten eines Homepage-Baukastens sollte auf folgende Merkmale geachtet werden: Wie viele Bilder und Videos kann ich hochladen? Wie viele Seiten kann ich erstellen? Wie viele E-Mail-Postfäche habe ich und wie groß ist hier die Kapazität? Sind die Templates optimiert für Handy und Tablet? Wie schnell sind die Upload-Geschwindigkeiten bei der Übermittlung von Daten?

Nachteile eines Homepage Baukastens

Je nach Anwendungsbereich hat ein Homepage-Baukasten unterschiedliche Anforderungen. Für viele Einzelunternehmer, Freiberufler, Journalisten und mittelständische Betriebe erfüllt der Homepage-Baukasten die grundlegenden Anforderungen. Trotzdem gibt es bei der Nutzung eines Baukastens auch Nachteile die man vor Buchen eines langen Vertrags berücksichtigen sollte.

Abhängigkeit von einem Anbieter

Was auf den ersten Blick als Vorteil aussieht, kann schnell zum Nachteil werden. Insbesondere wenn es um das Erstellen von mehreren E-Mail-Postfächern geht oder beispielsweise den Umzug von einer Domain, kann sich das Gesamthosting bei einem Anbieter als Nachteil erweisen. Das gilt insbesondere bei Down Times, also Zeitabschnitten in dem Webseite und/oder E-Mail-Postfach auf Grund eines Server-Ausfalls nicht erreichbar sind.

Hinter der Abhängigkeit von einem Server liegt ein weiteres Problem, beispielsweise dass E-Mail, Hosting, Webseite und ggf. Shop unter einer IP-Adresse zu erreichen ist. Gerade wenn es bspw. darum geht Beschränkungen zu umgehen, wie bzw. einer IP-Blockade, ist dies ein Hindernis, gerade beim geschäftlichen E-Mail-Versand.

Templates haben möglicherweise einen zu hohen Wiedererkennungswert

Musikhörer die regelmäßig die deutschen Charts rauf und runter hören erkennen den neuen Song einer Gruppe oder einer Sängerin ohne das Lied jemals vorher gehört zu haben. Das liegt natürlich an dem Wiedererkennungswert, den die Stimme, das musikalische Arrangement, die Texte und der Rhythmus auf die Hörer haben. Denselben Effekt können Website-Templates haben. „Das habe ich doch so ähnlich schonmal gehört“ heißt bei der Homepage „das ist doch bei Webseite xyz genau so“. Bis zu einem gewissen Punkt wirkt eine solche Austauschbarkeit charmant, wenn jedoch aus Wiederkennungswert schnell Massenware wird, lohnt sich das schönste Template nicht.

Einen vergleichbaren Effekt hat die Schriftart Comic Sans auf viele Internetnutzer. In den 90ern auf Grund der Originalität von vielen Designern verehrt, wirkt es auf Grund der inflationären Verwendung in einer Epoche, an die sich viele nur ungerne erinnern, abgedreht, kindisch und unseriös.

Obwohl Homepage-Baukasten-Entwickler diesem Problem mit einer großen Masse an Templates entgegenwirken möchten, besteht die Gefahr, dass sich gewisse Templates die bei der Masse gut ankommen, weit verbreiten sodass selbst Laien nach einem kurzen Blick auf die Seite erkennen können, welcher Homepage-Baukasten dahinter steckt.

Datenschutzrechtliche Aspekte

Spätestens seit Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung im Jahre 2018 hat sich das Bewusstsein zum Thema Datenschutz in der Öffentlichkeit deutlich verstärkt. Was passiert mit meinen Daten? Wie werden sie verarbeitet und was steht eigentlich in den Datenschutzerklärungen in die ich so einfach einwillige?

Bis vor wenigen Jahren war es für mittelgroße und große Unternehmen üblich einen Server in den einigen Büroräumen zu betreiben und dort die Unternehmensdaten zu speichern. In den letzten zehn Jahren gehen immer mehr Unternehmen dazu über, ihre Daten im online, auf einem virtuellen Server (Cloud) zu speichern. Nach demselben Verfahren speichern Hoster die hochgeladenen Daten auf Homepage-Baukästen.

Der Vorteil hierbei ist offensichtlich: Einen Server zu betreiben ist teuer und blockiert Kapazitäten, bei einer Cloud-Lösung können Daten von Mitarbeiter-PCs direkt auf den Online-Server geladen werden. Andererseits besteht hier auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko: Während beispielsweise ein Mitarbeiter unbefugt Daten auf einen lokalen Server lädt, können diese Daten problemlos gelöscht werden, beim Upload in eine Cloud ist das nicht zwangsläufig möglich.

Verbindungen zu den großen Hostern wie 1und1 IONOS sind durch hochkomplexe Verschlüsselungen gesichert, sodass ein Sicherheitsleck hier recht unwahrscheinlich ist. Dennoch lässt die Tatsache, dass man nicht mehr die volle Kontrolle über die Daten hat bei manchen Firmenchefs sicherlich ein mulmiges Gefühl entstehen. Darüber hinaus sollte bedacht werden, dass beim Übertragen von personenbezogenen Daten in ein solches System eine Auftragsdatenverarbeitung mit dem Anbieter geschlossen werden muss. Dieser Vertrag ist in der Regel Bestandteil der AGBs eines Homepage-Baukasten-Anbieters und ist insbesondere bei Webseiten für Steuerberater sowie Rechtsanwaltskanzleien auf Grund der Art der verarbeiteten Daten unverzichtbar.

Eingeschränkte teschnische Freiheiten

Ein Homepage-Baukasten erlaubt dem Laien vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten was den Aufbau der Webseite angeht. Professionelle Programmierer und Entwickler rümpfen hier jedoch regelmäßig die Nase. Nicht wenige vergleichen das Angebot mit einem Sternekoch, der nur mit Tütensuppen und Fertiggerichten kochen darf. Was für den einen nützlich und teilweise existenzrettend ist, bedeutet für Entwickler eine starke Einschränkung der technischen Freiheiten.

Inwieweit der Nutzer mittels HTML, PHP oder CSS in den Code eines Homepage-Baukastens eingreifen kann, ist maßgeblich vom Tarif abhängig. Die größten Freiheiten gibt es in den hochpreisigen Tarifen von 1und1 IONOS und Wix.com während man im Basis-Tarif von Jimdo nicht einmal mal selbst programmierte HTML-Inhalte hochladen kann. Über einen HTML-Editor verfügen die meisten Seiten, leider ist HTML jedoch kaum mehr als das Basis-Handwerkzeug um eine Webseite startklar zu machen.

Eingeschränkte grafische Freiheiten

wie die technischen Freiheiten so sind auch die grafischen Freiheiten bei einem Homepage-Baukasten eingeschränkt. Wenn sämtliche Inhalte modular und schematisch aufgebaut sind, können zwar in kürzester Zeit funktionale Homepages hochgeladen werden, wenn es jedoch bspw. darum geht Farbcodes zu integrieren, gibt es – je nach Tarif – Einschränkungen.

Wie bei allen komplexen Features hängt die Bandbreite der Veränderungsmöglichkeiten im Design-Bereich vom gebuchten Tarif ab. Während in Basis-Tarifen das komplette Design vorgegeben wird und Veränderungen praktisch ausgeschlossen sind, ergeben sich bei höherpreisigen Modellen mehr Freiheiten um bspw. In die CSS-Datei einzugreifen.

Unerwünschtes Branding

In Zeiten in denen jedes Design, jeder Tweet und jedes YouTube-Video ein unverwechselbares Kunstwerk sein muss, steht das Konzept des Homepage-Baukastens diesem Trend diametral entgegen. Zwar bewerben die meisten Anbieter ihre Baukästen mit „einmaligen“ und „einzigartigen“ Desings, dennoch gibt es bei günstigeren Anbietern Probleme mit dem Branding, beispielsweise wenn der Copyright-Text im Footer auf den Hoster hinweist. Natürlich kann sich der Nutzer bei den meisten Anbietern von diesem Zwang „freikaufen“, indem einfach das höherpreisige Paket gebucht wird. Gerade aber für Blogger oder für Kleinstunternehmen könnte dies ein Ärgernis sein, da beim Investment nicht klar ist, ob die Seite jemals einen Gewinn, bspw. durch Affiliate-Werbung, abwirft.

Möglicherweise keine eigene Domain

Die eigene Domain ist mittlerweile, je nach Geschäftszweck, fast ebenso wichtig wie die Marke selbst. Gerade kurze Domains lassen sich hervorragend in das eigene Marketing einbinden. Im Kontrast dazu sind URLs wie etwa praxis-wengemeier.jimdo.de eher hinderlich, schließlich möchte man zum einen keine Werbung für einen Externen machen, zum anderen möchte man auch nicht von der eigenen Marke ablenken.

In Basis-Tarifen, etwa von Jimdo, gibt es eine Webseite umsonst, sofern sich der Nutzer damit abfindet, dass sein Seitenname Bestandteil einer Subdomain ist. Nun könnte man damit argumentieren, dass niemand, der ein ernsthaft geschäftliches Interesse hat, ein kostenloses Produkt buchen würde. Andererseits gibt es aber auch Zielgruppen, wie etwa Non-Profit-Organisationen, die auf Spenden angewiesen sind und deren Verwendung einer Subdomain dem Zweck der Organisation (i.d.R. Unabhängigkeit) entgegen steht.

Kein Ansprechpartner vor Ort

Wie oben bereits beschrieben zählt der Telefon- und E-Mail-Support der Homepage-Anbieter zu den größten Stärken, gerade auch im Vergleich zur Verwendung eines eigenen CMS wie etwa WordPress, wo es zwar eine große Support-Community gibt, aber keinen konkreten Ansprechpartner falls ein sehr individuelles Problem auftritt.

Während weit mehr als 80% aller Probleme mit einem telefonischen Ansprechpartner gelöst werden können, gibt es noch zahlreiche mittelständische Betriebe und Kleinunternehmen, die nur deshalb eine Agentur auswählen, weil sie jemanden haben der „vor Ort ist“. Hier geht es weniger darum den Dienstleister jeden Tag zu besuchen sondern darum, sich von dieser doch sehr abstrakten Dienstleistungen zu überzeugen und die Menschen dahinter kennenzulernen. Deshalb fragt genau diese Zielgruppe oft nach der Mitarbeiterzahl um sicherzugehen, dass die Agentur nicht etwa Subunternehmer beauftragt, sondern die Leistungen selbst ausführt.

I.d.R. handelt es sich bei diesen Betrieben um Kunden, die nicht ganz in das Homepagebaukasten-Schema passen. Gerade deshalb sollte man sich man sich darüber bewusst sein, dass das persönliche Aufsuchen des Anbieters i.d.R. nicht möglich ist, entweder weil diese Firmen vor unangemeldeten Besuchern geschützt sind (z.B. 1und1 IONOS) oder sich gar nicht in Deutschland befinden (z.B. Wix.com). Wie wichtig ein Ansprechpartner vor Ort ist, sollte also vor Buchen eines Homepage-Baukastens abgewägt werden, insbesondere sollte man sich die Frage stellen ob die Alternativen – Telefon- und E-Mail-Support sowie Webcommunity für den eigenen Bedarf ausreichen.

Mit dem Ende des Vertrages endet die Webseite

Wer bei einem Anbieter für Homepage-Baukasten eine Homepage erstellt, hat in der Regel Zugriff auf diese Homepage, solange der Vertrag mit dem Anbieter besteht. Wenn der Vertrag endet hat der Nutzer, je nach Tarif, keine Möglichkeit die bestehende Webseite auf einen neuen Server umzuziehen. Dies ist zum einen vertraglich oft ausgeschlossen, darüber hinaus wird die technische Umsetzung erschwert, da die Templates, das Backend, etc. auf den verwendeten Server zugeschnitten ist. Für einen einfachen Umzug müsste man prinzipiell den gesamten Homepage-Baukasten umziehen, was technisch und vor allem rechtlich nicht möglich ist. Bisher hat sich noch kein Anbieter von Homepagebaukasten auf eine Direktkopie seines Systems eingelassen.

Wer also seinen Vertrag bei einem Anbieter kündigt, muss sich darauf einstellen, die Seite komplett neu zu erstellen. Das gilt insbesondere dann, wenn beispielsweise Videos oder Bilder aus der Media-Datenbank des Anbieters genutzt wurden. Das ist auch der Grund warum Verträge von Homepage-Baukästen in der Regel über mehrere Jahre und mit einer ausreichenden Kündigungsfrist geschlossen werden, damit sich beide Parteien auf das Ende der Zusammenarbeit einstellen können.

Anbieter von Homepage Baukästen 

Das Statistik-Portal builtwith.com listet für das Jahr 2018 20 Homepage-Baukasten, die eine gewisse Marktrelevanz überschreiten, darunter der deutsche Spitzenreiter 1und1 IONOS, der weltweit auf Platz 11 gelistet ist sowie den Marktführer Squarespace mit einem Marktanteil von 1,1%. Im Folgenden stellen wir die für den deutschen und internationalen Markt wichtigsten Anbieter vor. 

1und1 IONOS

Der deutsche Hosting-Riese mit Sitz im hessischen Montabaur ist aus der
deutschen Internet-Szene nicht mehr wegzudenken. Das Unternehmen der United Internet Gruppe wurde Ende der 1980er Jahre in Montabaur gegründet, listet heute die größte Anzahl von Homepagebaukasten im deutschsprachigen Raum und verzeichnet weltweit einen Markanteil von 0,02%. 

1und1 IONOS gliedert sein Produkt in drei Tarifstufen: Alle drei Tarife gibt es bereits ab 1,00 EUR im Monat über eine Laufzeit von 6 Monaten zzgl. einer Einrichtungsgebühr i.H.v. 15,00 EUR. Nach dem ersten Monat erhöht sich die monatliche Gebühr auf bis zu 20,00 EUR. Neben einem E-Mail-Marketing-Tool erhält der Nutzer auch ein SEO-Tutorial sowie Business-Web-Apps und bis zu 10 E-Mail-Postfächer inklusive.

Wix.com

Der israelische Technologie-Gigant wurde im Jahre 2006 in Tel Aviv gegründet hat erst vor einigen Jahren auf dem deutschen Markt Fuß gefasst. Neben Website-Baukasten bietet das Unternehmen auch einen Hosting-Service an. Im November 2013 gelang Wix.com der bisher größte Börsengang eines israelischen Unternehmens. Wix.com beschäftigt insgesamt 1.200 Mitarbeiter und konnte im Jahr 2013 einen Umsatz in Höhe von $80,47 Mio. erwirtschaften.

Wix.com arbeitet, so wie bspw. Jimdo auch, nach dem klassischen Freemium-Modell: Die reine Webseite ist kostenlos, zusätzliche Leistungen (wie beispielsweise zusätzliche Templates) müssen hinzugekauft werden. Die Templates von Wix.com eignen sich zur Darstellung von Inhalten auf Desktop-basierten und mobilen Endgeräten, kritisiert wurde jedoch die mangelnde Webseiten-Tiefe, die bei der Erstellung mehrerer Unterseiten erforderlich ist.

Weebly

Weltweit belegt Weebly Platz 3 der am häufigsten genutzten Website-Baukästen (Stand Dezember 2018). 2006 von David Rusenko gegründet, versorgt es Kunden auf der ganzen Welt mit Produkten, nach dem Freemium-Modell: Kostenlose Webseiten werden zur Verfügung gestellt, kostenpflichtige Inhalte müssen nachbestellt werden. Zusätzlich zu einer bestehenden Webseite kann ein Webshop inkl. Zahlungsmöglichkeiten hinzugefügt werden. Neben dem Inhouse Trracking Tool bietet Weebly auch die Möglichkeit einen Google Analytics Code auf der Webseite zu integrieren.

In Deutschland nimmt Weebly hinter 1und1 IONOS, STRATO, Wix.com und Jimdo den fünften Platz der am meisten verbreiteten Homepage-Baukästen ein. Dies liegt wohl daran, dass ein deutschsprachiger Support noch nicht vorhanden ist. Zwar gibt es mittlerweile eine aktive Weebly-Community sowie einen Support auf englisch, eine umfangreiche deutschsprachige Betreuung wie bei den Marktführern, sucht man bei Weebly vergebens.

Artisteer

In Deutschland bislang wenig bekannt, gehört Artisteer seit einigen Jahren gerade in den USA zu den größten Anbietern von Homepage-Baukästen. Im Gegensatz zu den großen Namen auf dem Markt arbeitet Artisteer nicht Cloud-basiert sondern funktioniert als Download. Neben einer Windows-Version bietet das Unternehmen eine Beta-Version für Mac OS an. Das Programm ist in vielen verschiedenen Sprachen, unter anderem auf Deutsch, Englisch und Französisch, verfügbar.

Im Gegensatz zu vielen Cloud-basierten Anbietern kann das fertige Produkt bei Artisteer aus dem Programm heraus in andere CMS, beispielsweise in WordPress, Drupal oder Joomla exportiert werden. Dazu gibt es, je nach Browser, wenige Abweichungen was die Darstellung angeht: Artisteer-Seiten sehen auf allen modernen Webrowsern gleich aus.

Jimdo

Der Weltweit am meisten verbreitete Homepage-Baukasten aus Deutschland heißt Jimdo, gegründet im Jahr 2007 von Matthias Henze, Christian Springub und Fridtjof Detzner. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 200 Mitarbeiter und bietet den Homepage-Baukasten bisher in 8 verschiedenen Sprachen an, neben Deutsch, in den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch.

Die einfache Webseite bei Jimdo ist kostenlos. Hierzu muss der Nutzer lediglich eine Subdomain und eingeblendete Werbebanner auf seiner Seite erdulden. Darüber hinaus kann auch ein Online-Shop erstellt werden, der fünf Artikel listet. Wer mehr Features möchte, kann das Produkt upgraden und genießt für bis zu 39,00 EUR im Monat den vollen Leistungsumfang. Die Server-Zentren von Jimdo befinden sich in Deutschland, den USA und Japan.

iWeb

iWeb ist der Homepagebaukasten von Apple, der dem Nutzer – in begrenztem Umfang – die Erstellung einer eigenen Webseite oder eines eigenen Blogs erlaubt. iWeb kam am 10. Januar 2006 auf den Markt und funktioniert ausschließlich auf dem Apple-eigenen Betriebssystem Mac OS X.

Neben den branchenüblichen Funktionen, synchronisiert sich iWeb auch mit anderen Apple-Apps wie etwa iTunes oder iCloud. Andererseits erweist sich das System auch als sehr sperrig indem bspw. das Erstellen von Templates die Nutzung von externer Software erfordert. Darüber hinaus ist es nicht möglich den HTML-Code dieser Templates zu verändern. Der Code kann lediglich auf kleinen Snippets verändert werden, diese Snippets können in die Seite integriert werden.

STRATO Homepage-Baukasten

1997 in Berlin gegründet, zählt der Berliner Hosting-Konzern mittlerweile mehr als 500 Mitarbeiter. Neben dem klassischen Hosting von Domains bietet Strato seit geraumer Zeit den Homepage-Baukasten an, der im deutschsprachigen Raum mit zu den populärsten Produkten der Branche gehört.

Die Tarife für den Homepage-Baukasten gliedern sich in drei unterschiedliche Kategorien, angefangen von Basic bis hin zum Tarif Pro ab 1,00 EUR im Monat bei 10,00 EUR Einrichtung. In allen Tarifen ist der Webspace begrenzt, im hochpreisigen Pro SEO Paket auf bis zu 30 GB. Alle drei Produkte enthalten ein SSL-Zertifikat und sind für Tablet und Smartphone optimiert. Im Basic-Tarif erhält der Nutzer 5 Seiten während im Premium-Tarif bis zu 1.000 Seiten verfügbar sind.

Domainfactory Homepage Baukasten

Zugegeben, Domainfactory ist nicht für seinen Website-Baukasten bekannt sondern hat sich bisher eher als Hoster einen Namen gemacht. Das Unternehmen gehört seit geraumer Zeit zur Host Europe Group Ltd. mit Sitz in Hayers, Vereinigtes Königreich.

Domainfactory bietet in seinem Homepage-Baukasten die übliche Bandbreite an Leistungen, von der Listung von Produkten in einem Online-Shop bis hin zur Optimierung für Suchmaschinen und mobile Endgeräte. Die Tarife sind dreistufig gegliedert: Im Basic-Tarif hat der Nutzer insgesamt Platz für 5 GB, muss jedoch auf ausführliche Web-Statistiken verzichten. Ein Vorteil aller drei Tarife ist die Laufzeit: Mit einem Monat Laufzeit ist der Betreiber flexibel und kann jederzeit das Paket kündigen – natürlich mit der Konsequenz dass die Inhalte nicht mehr dargestellt werden.

Beepworld, Website X5, Homestead und co.

Wie oben erwähnt gehört Beepworld zu den Dauerbrennern auf dem Markt der Homepage-Anbieter. Beepworld hat sich in den letzten Jahren professionalisiert, auch wenn die Seite insgesamt noch an die 1990er Jahre erinnert. Vorteilhaft erweist sich der Unterschied zwischen Anfänger- und Experten-Einstellung sowie die Eignung für Online-Shops und die Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Nachteilig wirkt sich hingegen die geringe Auswahl der Templates, die relativ verstaubte Optik sowie das Alter des Systems aus.

WebSite X5 kommt ganz ohne monatliche Grundgebühr aus und legt stattdessen den Fokus auf eine Desktop-Software, die für einen einmaligen Preis erworben wird. Hierbei gliedert sich der Produktpreis in drei Stufen: Für den Tarif „Start“ erhalten Kunden ab 0,00 EUR die wichtigsten Funktionen, die höchste Produktkategorie nennt sich „Professionell“ und kostet 199,00 EUR. Alle drei Pakete haben offensichtliche Vor- und Nachteile: Als Vorteil könnte man anführen, dass sich das Produkt nach Kauf im eigenen Besitz befindet und man keine monatlichen Beiträge bezahlt. Andererseits ist das Programm Desktop-basiert, bei einem Datenverlust ohne Sicherung sind sämtliche Daten verloren, da die Inhalte lokal gespeichert werden.

Homestead ist bisher ausschließlich auf dem englisch-sprachigen Markt aktiv und gliedert sich ebenfalls in drei Preisstufen. Insgesamt ist das Produkt weder weit verbreitet noch sonderlich beliebt. Zwar hat es eindeutige Stärken im Bereich SEO und E-Commerce, kann aber in der relativ flachen Navigationstiefe nicht punkten, was sich insgesamt negativ auf die Usability auswirkt.

Einer der ältesten Anbieter auf dem Markt der Homepage-Baukästen ist Serif mit der Affinity-Produktreihe. Während der Homepage-Baukasten vor einigen Jahren noch in einer kostenpflichtigen Version verfügbar war, gibt es das Produkt WebPlus nur noch als bezahlte Version. Hierbei werden die Plattformen Windows XP, Vista, Windows 7 und Windows 8 unterstützt. Die Vor- und Nachteile sind vergleichbar mit allen Desktop-basierten Homepage-Baukästen: Unabhängigkeit und keine monatlichen Beiträge, dafür deutliche Nachteile was die (Daten)-Sicherheit angeht. Darüber hinaus hat das Unternehmen im März 2016 verkündet, dass das Produkt WebPlus X8 vorerst nicht erweitert wird.

Der Homepage Baukasten als Einnahme-Quelle 

Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Zeiten von Beepworld- und Geocities-Prominenz wohl lange vorbei ist, der Homepage-Baukasten aber nach wie vor lebt und bei mehr als 7 Millionen Nutzern weltweit enorm populär ist. Zwar nimmt es nicht den Spitzenplatz ein (hier haben Custom-designed web sites und WordPress nach wie vor die Nase vorn), diese Entwicklung wird möglicherweise in den nächsten Jahren eine Änderung erfahren.

Zum Schluss stellen wir die fünf wichtigsten Faktoren eines Homepage-Baukastens vor – diese 5 Dinge müssen Sie mitbringen um mit einem Homepage-Baukasten Erfolg zu haben.

Vision – was möchten Sie mit dem Homepage-Baukasten umsetzen?

Während gerade Unternehmen und Selbstständige aus gegebenen Anlass einen Homepage-Baukasten buchen, gibt es viele Journalisten oder Blogger die bspw. Den günstigsten Tarif eines Baukastens buchen ohne tatsächlich eine Idee zu haben, was hier genau wie dargestellt werden soll. Wichtig – egal ob Selbstständiger, Unternehmen oder Non-Profit – Bevor Sie sich verpflichten einen langfristigen Vertrag mit einem Anbieter einzugehen, sollten Sie eine klare Vision von Ihrem Projekt formulieren. Eine Vision ist keine seitenlange Beschreibung oder ein Slogan sondern ein kurzer prägnant formulierter Satz, der präzise das ausdrückt, wo sich Ihre Seite nach fünf oder zehn Jahren befinden soll.

Business-Plan – eine Webseite die Geld kostet finanziert sich idealerweise von selbst

Dieser Punkt mag für Non-Profit-Organisationen oder Blogger auf den ersten Blick uninteressant wirken, zu vernachlässigen ist er trotzdem nicht. Während die Refinanzierung im kommerziellen Bereich beispielsweise durch Affiliate-Werbung erreicht werden kann, ist eine Finanzierung einer nicht-kommerziellen Seite später durch Spenden möglich bzw. notwendig. Und um Spenden anzuziehen hilft es, eine aussagekräftige Seite zu haben, die dem Besucher innerhalb weniger Klicks mitteilt was dort zu erwarten ist. Für alle anderen gilt: Am besten das realisieren was man gut kann und dadurch Umsatz erreichen. Ein Architektur-Büro könnte bspw. Durch das Verteilen von Gutscheinen auf der Webseite mehr Kunden anlocken und so über die Webseite den Umsatz steigern. Der Einzelunternehmer könnte Affiliate-Links einbauen um für jedes vermittelte Produkt eine Provision zu erhalten. Das größte Affilite-Netzwerk ist Arwin.

E-Commerce als Einnahme: Statistik über Onlineeinkäufe zeigen auf wie oft verschiedene Altersgruppen online bestellen. Quelle: Statistisches Bundesamt.
E-Commerce als Einnahme: Statistik über Onlineeinkäufe zeigen auf wie oft verschiedene Altersgruppen online bestellen. Quelle: Statistisches Bundesamt.

Content, Content und nochmals Content

Eine Sache wird sich wohl nie ändern: Content ist und bleibt das wichtigste für Google. Vor 15 Jahren noch ausschließlich Text-basiert ist Google mittlerweile dazu in der Lage hochwertige Grafiken und Videos zu interpretieren. Dennoch lohnt es sich mit Texten anzufangen, denn bei einer gut strukturierten Seite ist ein gut geschriebener Text das A und O. Je origineller der Text ist und desto mehr Informationsgehalt, desto besser kommt die Seite insgesamt im Google-Algorithmus an. Hier können die SEO-Tools der Homepage-Baukasten Wunder bewirken, für größere Projekte und Anforderungen kann es sich lohnen eine Agentur zu beauftragen.